Piepsende Jungvögel am Boden oder im Geäst brauchen keine Hilfe

Ästlinge wirken hilflos, sind aber bestens versorgt

Lebach – Jetzt im Frühjahr häufen sich die Anrufe beim NABU Saarland, weil besorgte Spaziergänger*innen junge Vögel sehen, die scheinbar einsam im Gras oder auf Ästen sitzen. Doch was viele für einen Notfall halten, ist ein ganz natürlicher Entwicklungsschritt, wenn Vögel flügge sind und aus dem Nest fliegen. Es handelt sich um sogenannte „Ästlinge". Dazu gehören zum Beispiel junge Amseln, Meisen, Hausrotschwänze oder Rotkehlchen. Sie sind noch nicht voll flugfähig und werden von ihren Eltern außerhalb des Nestes weitergefüttert.

 

„Das ständige Piepsen und Rufen sind Laute, mit denen die Jungvögel im Kontakt zu ihren Eltern stehen. Es sind keine Hilferufe!", erklärt Christine Steiner vom NABU Landesverband Saarland. Die Elterntiere sind in der Nähe auf Futtersuche und kommunizieren ebenfalls über Rufe mit ihrem Nachwuchs. „Gehen Sie einfach weiter, damit die Eltern ihre Jungen ungestört füttern können", so Steiners Bitte.

 

Wer die Tiere mitnimmt, entnimmt sie aus ihrer natürlichen Umgebung, unterbricht die wichtige Fütterungskette und schadet ihnen. Nur wenn ein Vogel in unmittelbarer Gefahr (z. B. durch Katzen) schwebt, sollte man eingreifen – und das Tier in das nächste schützende Gebüsch setzen.

 

Bitte beachten Sie:

  • Ein Ästling ist kein Waisenkind!

  • Er hat das Nest absichtlich verlassen, um die Welt zu erkunden.

  • Seine Eltern sind ganz nah und füttern ihn weiter. 

  • Nur verletzte Vögel oder Vögel, die noch nicht vollständig befiedert sind (das heißt, die Haut ist sichtbar), brauchen Hilfe – es sind so genannte Nestlinge. In diesem Fall hilft unsere Wildvogelstation in Püttlingen weiter. Kontakt und Telefon unter https://wivosaarland.de    

Wie Sie sich verhalten sollten:

  • Einfach weitergehen 

  • Falls ein Jungvogel auf der Straße sitzt: Vorsichtig aufheben und ins nächste Gebüsch setzen (Vögel stören sich nicht am menschlichen Geruch!).

  • Auf keinen Fall mit nach Hause nehmen.

Weitere Infos: NABU Saarland: Von Nestlingen und Ästlingen

 

Die Schwalben kommen zurück – Wie wir den Akrobaten der Lüfte helfen können

Mit den ersten milden Frühlingstagen kehren sie aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurück: die Schwalben. Doch die flinken Glücksbringer, die als Boten des Frühlings gelten, finden in unseren modernen Dörfer und Städten immer seltener ein Zuhause. Der NABU Saarland ruft dazu auf, die Rückkehrer aktiv zu unterstützen.

Ein schwerer Start in die Brutsaison

Ob Mehlschwalbe an der Fassade oder Rauchschwalbe im Stall – beide Arten stehen seit Jahren vor ähnlichen Problemen und verzeichnen Bestandsrückgänge. Moderne Architektur, gedämmte Fassaden und geschlossene Ställe bieten kaum Nistmöglichkeiten und versiegelte Flächen machen es den Vögeln unmöglich, Baumaterial für ihre Nester zu finden. Schwalben sind jedoch ortstreu und versuchen jedes Jahr, an ihren angestammten Platz zurückzukehren.

„Wir haben es in der Hand, ob das vertraute Zwitschern auch in Zukunft zu unserem Sommer gehört. Denn wir können den Schwalben aktiv helfen", so Christine Steiner vom NABU Saarland, Projektleiterin "Schwalben willkommen" 

So werden Sie zum Schwalben-Freund

Schon mit kleinen Maßnahmen lässt sich ein großer Beitrag zum Artenschutz leisten:

  • Nistplätze schaffen: Wo natürlicher Nestbau durch glatte Fassaden erschwert wird, helfen Kunstnester.. Diese werden von den Vögeln dankbar angenommen. Ein einfaches Kotbrett, etwa 50 cm unter dem Nest montiert, schützt Fassade und Boden vor Verschmutzung.

     

  • Lehmpfützen anbieten: Schwalben benötigen für ihre Nester feuchten Lehm oder Ton. In trockenen Frühjahren finden sie diesen kaum noch. Eine kleine, stets feucht gehaltene Erdmulde im Garten oder auf dem Hof kann hier wahre Wunder wirken und den Nestbau retten.

     

  • Toleranz zeigen: Ein Schwalbennest am Haus gilt seit alters her als Segen für das Gebäude und seine Bewohner. Wer den Vögeln Einlass in Ställe gewährt oder Nester an der Traufe duldet, sichert das Überleben einer faszinierenden Tierart.

 Schwalben beobachten im Saarland

  • Die meisten Mehlschwalben fliegen im oberen Saartal zwischen Saarbrücken und Saargemünd und in ländlichen Gebieten des Nordsaarlandes. Die Brutpaare belaufen sich auf 6.000 bis 12.000.
  • Rauchschwalben fühlen sich überall dort wohl, wo es Pferdeställe oder alte Kuhställe gibt. Die Zahl der Brutpaare liegt zwischen 3.000 und 6.000. Aufgrund der Bestandsrückgänge steht die Rauchschwalbe im Saarland mittlerweile auf der Roten Liste.

Rechtlicher Schutz: Nester sind vom Gesetzgeber geschützt

Oft führt die Verschmutzung von Fassaden dazu, dass Nester illegal entfernt werden. Hier zieht der Gesetzgeber eine klare Grenze. Gemäß § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) ist es streng verboten, die Fortpflanzungs- und Ruhestätten der besonders geschützten Schwalben zu beschädigen oder zu zerstören. Dieser Schutz gilt ganzjährig, also auch dann, wenn die Vögel im Winter im Süden sind. Gegen die Verschmutzung helfen Kotbretter, hier berät der NABU gerne.

 Werden auch Sie zum "schwalbenfreundlichen Haus"

Ein einzelnes Schwalbenpaar vertilgt während der Brutzeit bis zu 2.500 Mücken und Fliegen pro Tag. Sie sind damit nicht nur sympathische Mitbewohner, sondern auch eine natürliche und hocheffektive Insektenabwehr. Wer die Insektenvertilger und Glücksbringer mit Nisthilfen unterstützen möchte, kann sich beim NABU um die wetterfeste Plakette „Schwalbenfreundliches Haus" bewerben. „Immer mehr Hausbesitzer zeigen ihre Liebe zu Schwalben und stecken hoffentlich ihre Nachbarn an, sodass weitere Nistplätze im Saarland entstehen", hofft Steiner. Auch ein wenig Lehm und ein offenes Fenster im Stall können schon eine große Hilfe sein.

Kostenlose Nisthilfen und Kotbretter

Über unser Schwalbenprojekt erhalten Sie kostenlose Nisthilfen und Kotbretter. Bestandshäuser bekommen eine Urkunde sowie eine Plakette als Auszeichnung "schwalbenfreundliches Haus". Benötigen Sie eine Beratung oder haben Sie weitere Fragen wenden Sie sich bitte an: 

Christine Steiner NABU Landesverband Saarland e.V.

06881936190       christine.steinernabu-saar.de

 

Hintergrund Mehl- und Rauchschwalben

  • Die Mehlschwalben kommen ab Mitte April zurück in unsere Gebiete. Zu erkennen sind sie an ihrem leuchtend weißen Bauch (wie in Mehl gebadet= Mehlschwalbe), der blauschwarzen Oberseite sowie dem gekerbten Schwanz samt weißem Bürzel. Mehlschwalben sind auch in den Städten verbreitet: Ihre fast geschlossenen Nester bauen sie an rau verputzten Hauswänden oder unter geschützten Dachvorsprüngen. Dabei nutzen Schwalben als ortstreue Tiere gerne alte vorhandene Nester und bessern sie mit frischem Lehm wieder aus.
  • Rauchschwalben kommen in der Regel etwas früher in ihren Brutgebieten an als Mehlschwalben. Sie sind gut an ihrem glänzend blauschwarzen Gefieder, der weißen Unterseite sowie der rotbraunen Kehle samt Stirn und den langen Schwanzspießen erkennbar. Meistbrüten sie im Inneren von Gebäuden, bevorzugt in geschützten Ecken. Daher findet man die nach oben offenen Lehmnester beispielsweise in Ställen und Scheunen. Entsprechende Bauten sollten daher nicht komplett verschlossen sein. Vielmehr sollte ab dem Frühjahr eine Einflugluke, beispielweise ein Fenster oder eine Tür, offengehalten werden.

Saarlands Weißstörche weiter auf Expansionskurs

Zuwachsraten etwas gedämpft im Vergleich zu 2024

Saarlands Jungstörche sind schon auf dem Weg in den Süden

57 Storchenpaare haben in dieser Saison im Saarland ihren Nachwuchs aufgezogen. Nun haben sie wieder kinderfreie Zeit: Die Jungstörche sind bereits in den Süden aufgebrochen, weiß Storchenexperte Christoph Braunberger vom NABU Saarland.

Saarlands Jungstörche sind bereits auf dem Weg in den Süden. «Die Jungvögel haben sich schon ganz alleine auf ihre erste gefährliche Reise in die Überwinterungsgebiete gemacht», so Storchenexperte Christoph Braunberger, der für den Naturschutzbund Saarland die Störche des Landes betreut. Teilweise sind die Tiere sogar in größeren Trupps unterwegs. «Kurz vor dem Abflug sammeln sie sich auch manchmal im Bliestal und anderen geeigneten großen Grünlandgebieten. Zu Wochenbeginn ist ihm eine Gruppe von rund 40 Störchen bei Mainzweiler gemeldet worden.

Wie ist der Bruterfolg?

In diesem Jahr zogen im Saarland 55 Storchenpaare 70 Küken groß. Die Saarländer Störche leben vor allem im Saarpfalzkreis, wo alleine bereits 37 Paare brüten. Storchenhauptstadt des Saarlandes ist Homburg, wo alleine 24 Paare ansässig sind. Braunberger betreut die Saarländischen Störche seit ihrer Wiederansiedlung 1999 in Beeden, seit mehr als 25 Jahren.

Er ist optimistisch, dass die Marke von 60 Brutpaaren spätestens in 2 Jahren geknackt wird. Platz ist noch für deutlich mehr Störche, da das Primstal, das Untere Bliestal und das Saartal noch fast gar nicht besiedelt sind.

Trockenes Frühjahr hat Brutzahlen gedrückt

Das Ergebnis im Saarland hätte viel besser sein können, wie der bekannte Ornithologe weiter sagt. "Doch im Frühjahr war es viel zu trocken, es fiel nur die Hälfte des üblichen Niederschlags. Die Folge: Die Eltern fanden nicht genug Futter für ihren Nachwuchs. Junge Störche fressen in ihren ersten Lebenswochen vor allem kleine Tiere wie Regenwürmer, Insekten und Larven. Die gab es aber aufgrund des Wassermangels kaum.

Durch den Nahrungsengpass im Frühjahr haben einige Störche Junge aus dem Nest geworfen oder die Brut aufgegeben", berichtet Braunberger.

Eltern folgen den Jungtieren zwei bis drei Wochen später

Wenn sich die alten Störche von der Aufzucht erholt haben, folgen sie dem Nachwuchs in den Süden. Das ist meist zwei bis drei Wochen später der Fall. "Der Zugtrieb und die Orientierung sind durch die Gene vererbt. Ende August bis Anfang September haben alle Störche, die nicht hier überwintern, das Saarland wieder verlassen."

Weitere Infos gerne bei:

Christoph Braunberger

NABU Storchen AG Saarland

01758581205

NABU warnt vor Irreführung beim EU-Renaturierungsgesetz

Krüger: Äußerungen des Bundesagrarministers irritieren / Verantwortung übernehmen statt nach Brüssel abzuschieben  

Berlin – Die Äußerungen von Bundesagrarminister Alois Rainer, die Wiederherstellungsverordnung dürfe Waldbesitzer nicht gängeln und es brauche praxisnahe Lösungen auf EU-Ebene, stoßen bei NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger auf Unverständnis: „Es irritiert, wenn ein Bundesminister den Eindruck erweckt, er habe entweder nicht verstanden, worum es bei dieser wichtigen EU-Verordnung geht – oder er übernimmt bewusst die Rhetorik einzelner Funktionäre aus Wald- und Landbesitzerverbänden, die deren Abschaffung fordern." 

Die Verordnung richtet sich nicht direkt an Waldbesitzer*innen oder andere Landnutzer*innen. Sie verpflichtet die Mitgliedstaaten, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt konkrete Naturschutzziele zu erreichen. Über das „Wie" entscheiden die Mitgliedstaaten selbst, so Krüger. Die Verantwortung nach Brüssel zu schieben, sei ein Scheinargument: „Es liegt an Bund und Ländern, praxistaugliche Lösungen zu finden – und die Wiederherstellungsverordnung lässt ihnen dafür ausdrücklich den nötigen Freiraum", so Krüger. 

Nun komme es darauf an, einen konstruktiven und pragmatischen Diskurs über die nationale Umsetzung zu führen. Bund, Länder und Kommunen hätten die Chance, bis Mitte kommenden Jahres gemeinsam und gemäß ihrer regionalen Interessen und Schwerpunkte einen Nationalen Wiederherstellungsplan zu erarbeiten. Dazu gehören Vorschläge für konkreten Maßnahmen und Förderprogramme zur Wiederherstellung zerstörter Ökosysteme wie Wälder, Auen oder Moore. 

„Die Wiederherstellung der Natur ist eine große Chance für den ländlichen Raum. Politik steht in der Verantwortung, tragfähige Lösungen für komplexe Herausforderungen zu entwickeln. Wer sich stattdessen auf vermeintlich einfache Antworten beschränkt, riskiert nicht nur Fehlentscheidungen – sondern auch das Vertrauen der Bevölkerung in die Handlungsfähigkeit demokratischer Institutionen", so Krüger. 

Für Rückfragen: 

Stephan Piskol, Senior-Referent für Biodiversitätspolitik 
Tel. +49 (0)162-1339764, E-Mail: Stephan.PiskolNABU.de

Johann Rathke, NABU-Teamleiter Politik und Strategie 
Tel. +49 30-2849841613, E-Mail: Johann.RathkeNABU.de

 

 

Auf Mähroboter im Garten verzichten !!

Mähroboter schaden der Artenvielfalt, fördern einen hohen Wasserverbrauch und entziehen den Wildtieren ihre Nahrungsgrundlage. Der Einsatz von Mährobotern im privaten Garten und auf öffentlichen Grünflächen sollte daher immer kritisch hinterfragt werden

Der Frühling lässt alles sprießen, auch den Rasen im Garten. Kaum werden wir mit milden Temperaturen verwöhnt, plagt jedoch viele Rasenbesitzer*innen der Gedanke ans Mähen. Der Griff zum Mähroboter erscheint da eine gute Idee, denn die Hersteller versprechen einen top gepflegten, perfekten Rasen und das praktisch auf Knopfdruck und ohne Mühe. Doch die automatisierte Rasenpflege hat auch ihre Schattenseiten. Im privaten Garten haben sie eigentlich nichts verloren, denn sie schaden der Artenvielfalt und sind für zahlreiche Gartentiere eine große Gefahr.

Die Geräte sparen zwar Zeit, mit ihnen wird aber zu häufig gemäht. Ein gepflegter, „englischer" Rasen, wie ihn der Mähroboter erzeugt, widerspricht eigentlich schon in seinem Grundgedanken dem Artenreichtum. Er entspricht einer Monokultur von Gräsern und spiegelt damit im Kleinformat unsere moderne Landwirtschaft wider, in der Wildtiere kaum noch Nahrung und Lebensraum finden. Denn auf solchen Rasen gibt es kaum Leben und entsprechend auch keine Nahrung für Singvögel, Kleinsäuger, Reptilien, Amphibien und Igel, da Wildkräuter und Blüten die Voraussetzung für biologische Vielfalt im Rasen sind. Es ist nachgewiesen, dass zum Beispiel Igel so deutlich längere und gefährlichere Wege auf der Nahrungssuche zurücklegen müssen. Dadurch fällt es ihnen schwer zum Winter hin genügend Reserven für die Überwinterung aufzubauen.

Mähroboter stellen zudem eine Gefahr für sie und andere kleine Tiere wie Spinnen, Schmetterlingsraupen oder Eidechsen dar. Diese haben kaum Möglichkeiten dem Sog und der zerstörerischen Zerkleinerungswirkung des Mähroboters auszuweichen, werden überrollt, verstümmelt und getötet. Laufen die Mähroboter nachts oder in der Dämmerung, sind besonders nachtaktive Tiere wie Igel,  Spitzmaus  und Amphibien gefährdet.

Um dies zu verhindern, sollte ein Nachtfahrverbot für Mähroboter geltend gemacht werden! Der Igel steht auf der Roten Liste und ist vom Aussterben bedroht.

Außerdem wird mit Mährobotern das Gras selbst bei relativ hoch eingestelltem Mähwerk häufig zu kurz gemäht. So braucht der Rasen wesentlich mehr Wasser - was in trockenen Sommern ein großes Problem ist. Lässt man den Rasen jedoch etwas länger stehen, beschattet er sich selbst und trocknet nicht so aus. Wie problematisch extrem trockene Sommer sind, haben wir in Hessen die letzten Jahre bereits erfahren müssen. Wasser und Bewässerung von Grünflächen wird in den kommenden Jahren ein zentrales Thema bei uns werden. Kurz getrimmte Rasen sind zu Zeiten der Klimakrise nicht zeitgemäß. Denn unser Trinkwasser ist zu kostbar, um zur unnötigen Rasensprengung verwendet zu werden.

Wer glaubt, dass Naturschutz im Garten anstrengend ist und Unordnung verursacht, liegt falsch. Schon mit kleinen Handgriffen lassen sich tolle Erfolge erzielen, die auch noch Freude machen und für Entspannung sorgen. Ein buntes Beet aus heimische Wildstauden etwa oder eine Igel-Ecke. Essbare Wildkräuter können im Garten bleiben und den Speiseplan ergänzen. Gleichzeitig liefern sie Blüten für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, über die wir uns im Garten freuen.

Beim Mähen sollte man darauf achten immer nur einen Teilbereich des Rasens zu mähen und dann nach ca. zwei Wochen den nächsten. So haben die tierischen Gartenbewohner Zeit zwischen den Bereichen zu wechseln und es bleibt immer eine sichere Insel stehen. Werden Grünflächen sogar lediglich ein oder zwei Mal im Jahr gekürzt, entsteht zur Belohnung eine Wildblumen-wiese. Die heimischen Wildblumen kommen häufig besser mit den trockenen Bedingungen im Sommer zurecht als Zuchtrasen. Wer also ein bisschen mehr Wildnis wagt, Blüten stehen lässt und nur Fußwege im Garten häufiger mäht, schafft so ein kleines Paradies für sich und seine tierischen Nachbarn.

Weitere Info´s unter:

christine.steinernabu-saar.de

www.nabu-saar.de

Wolfsabschüsse ersetzen keinen Herdenschutz!

Es gibt keinen "vorbeugenden Herdenschutz durch Abschuss von Wölfen", so der NABU-Saar. Abschüsse werden die Notwendigkeit von Herdenschutz in Deutschland nicht ersetzen können, denn auch verbleibende oder neu zuwandernde Wölfe könnten ungeschützte Weidetiere als Einladung begreifen. Herdenschutz hingegen bestraft jeden Versuch, auf eine Weide zu gelangen, und ist damit eine sinnvolle Maßnahme zur Abschreckung. Somit erreicht adäquater Herdenschutz genau das, was das gemeinsame Ziel von Landnutzerverbänden und Artenschützern sein sollte:

Reduktion der Risse an Weidetieren durch Wölfe.

Wir fordern also sowohl von der neuen Bundesregierung als auch den Ländern, Wildtiermanagement nicht verkürzt als reine Abschussplanung zu verstehen. Herdenschutz, Monitoring und sachliche Information bleiben die elementaren Säulen der Koexistenz von Menschen, Wölfen und Weidetieren in Deutschland und sollten gestärkt werden. Einzelnen schadstiftenden Wölfen ggf. auch durch Abschuss zu begegnen, ist sinnvoll und schon seit Jahren Position des NABUs. Eine generelle Regulierung des Wolfsbestands lehnen wir als nicht zielführend ab. Auch wenige Wölfe können Tiere reißen, wenn nicht in den Herdenschutz investiert wird.

Es gibt keinen "vorbeugenden Herdenschutz durch Abschuss von Wölfen" - außer, man tötet alle Wölfe in einem sehr großen Radius. Und selbst dann wird die Sicherheit von Weidetieren nur so lange bestehen, bis das frei gewordene Habitat von neu zuwandernden Wölfen durchquert oder besetzt wird. Das reicht als Sicherheit keinem Weidetierhalter!

- Egal wie man Abschüsse von Wölfen auch nennen mag, eins haben sie alle gemein: Sie werden die Notwendigkeit von Herdenschutz in Deutschland nicht ersetzen können. Von daher wäre es sinnvoll und wünschenswert, wenn auch die Landnutzerverbände sich endlich in die Planung und Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen einbringen, anstatt wie die letzten Jahre nur einseitig auf Abschüsse zu pochen

- Das gemeinsame Ziel sollte klar sein: Reduktion der Risse an Weidetieren durch Wölfe. Unklar ist, wie genau allein eine Regulierung des Wolfsbestands dieses Ziel erreichen soll. Auch die verbliebenen Wölfe können eine Gefahr für Weidetiere darstellen, wenn diese nicht durch Herdenschutz wie E-Zäune oder Herdenschutzhunde gesichert werden. Eine generelle Bejagung kann Wölfen nicht beibringen, mehr Abstand zu Weidetieren zu halten - denn von diesen geht ja keine Gefahr für sie aus. Herdenschutz hingegen bestraft jeden Versuch, auf eine Weide zu gelangen, und ist damit eine sinnvolle Maßnahme zur Abschreckung

- Wir fordern von der neuen Bundesregierung als auch den Ländern, Wildtiermanagement nicht verkürzt als reine Abschussplanung zu verstehen. Herdenschutz, Monitoring, sachliche Information bleiben die elementaren Säulen der Koexistenz von Menschen, Wölfen und Weidetieren in Deutschland und sollten gestärkt werden. Einzelnen schadstiftenden Wölfen ggf. auch durch Abschuss zu begegnen, ist sinnvoll und schon seit Jahren Position des NABUs. Eine generelle Regulierung des Wolfsbestands lehnen wir als nicht zielführend ab. Auch wenige Wölfe können Tiere reißen, wenn nicht in den Herdenschutz investiert wird.

 

Weitere Info´s unter:

www.nabu-saar.de

pressenabu-saar.de